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Kath. Landvolk besichtigt die Ölmühle in Garting bei Schnaitsee

„Bauer werden, nein, das ist nichts für mich“, dachte sich Toni Lamprecht, Hoferbe eines 20 ha-Milchviehbetriebes vor 20 Jahren. Und doch ist er es heute mit Leib und Seele. Allerdings produziert er keine Milch, sondern Speiseöle von der feinsten Sorte.

In seiner Presse erzeugt er Öl aus Raps, Sonnenblumen, Kürbiskernen, Haselnüssen, Mohn, Soja, Sesam, Walnüssen und vielen Kräuterölen mit Basilikum, Curry, Oregano, Salbei, Chili oder Thymian. Daneben legt er besonderen Wert auf die sogenannten Gesundheitsöle wie Lein- oder Schwarzkümmelöl, die bei vielen gesundheitlichen Beschwerden wie Arthrose, Rheuma oder Bluthochdruck unterstützend wirken.

Zum Braten und Backen ist das Rapsöl am Besten geeignet, da es bis zu 190 Grad erhitzt werden kann. Rapsöl hat viel Omeaga-3-Fettsäuren, noch mehr hat das Lein- oder Hanföl. Nussöle verwendet man besser für Salate, Dips und Desserts. Bei den Kräuterölen werden die Kräuter zusammen mit dem Öl gepresst. 

Öl ist im Grund unempfindlich, nur vor Sonne und Licht sollte man es schützen. Auch die Verwendung von Plastikflaschen sollte man vermeiden. Bei ca. 20 Grad ist das Rapsöl zwei Jahre haltbar – je kühler desto länger. Leinöl sollte man immer im Kühlschrank aufbewahren. 

Besonderen Wert legt Lamprecht auf das schonende Pressverfahren: Denn allein der Hinweis „kaltgepresst“ ist nicht immer schonend. Denn je höher der Druck in der Presse, desto höher wird die Temperatur. In seinem Betrieb läuft die Presse mit wenig Druck, so dass die Öle höchstens 40 Grad erreichen. In Deutschland werden 80 Prozent der Öle sogar industriell raffiniert und nicht kalt gepresst. 

Um 1000 Liter Rapsöl zu erzeugen, läuft die Maschine vier Tage. Drei Kilogramm Rapsöl ergeben einen Liter Öl. Mehr braucht man bei Haselnüssen: dort ergeben ca. acht Kilogramm Nüsse nur einen Liter Öl. 
2017 haben seine Mitarbeiter in der Abfüllanlage 120.000 Flaschen abgefüllt.  Auch die Reste aus der Verarbeitung, die sog. Trockenmasse, wird weiterverwendet: Der Rapskuchen wird als Tierfutter weiterverarbeitet, aus den restlichen Ölen wird Mehl erzeugt.

Auf den Flächen des Lamprecht-Betriebes werden verschiedene Sorten zur Ölherstellung angebaut. Auch viele Landwirte aus der Region beliefern die Ölmühle und haben somit ein zweites Standbein.  
  
In seinem Hofladen kann man die Öle vor Ort kaufen, in verschiedenen Geschäften erwerben oder im Internet bestellen unter: 
www.oelmuehle-garting.de

Natürlich durften wir in der Betriebsführung am 6. Juli 2018 alle Öle in einer Verkostung probieren. Beladen mit viel Wissen rund um das Öl (und natürlich mit etlichen Flaschen) machten wir uns nach zwei unterhaltsamen Stunden wieder auf dem Weg nach Hause. Denn Toni Lamprecht ist in seiner Begeisterung für seine Ölmühle kaum zu bremsen. 

Die Ölmühle in Garting ist ein schönes Beispiel wie mit neuen Ideen, Mut und Ausdauer dem Bauernsterben Einhalt geboten werden kann: Derzeit beliefert die Ölmühle Garting 350 Supermärkte und beschäftigt 23 Mitarbeiter.

Johanna Weigl-Mühlfeld
für die KLB Baiern / Glonn 

Gemeinde Baiern

Kulbing Nr. 1
85625 Baiern

Tel.: 08093 / 5263
Fax: 08093 / 2438
info@baiern.eu

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Donnerstag 14 - 18.00 Uhr

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