Gemeinde Baiern im Voralpenland

Geschichte

Der Gemeindename Baiern ist vom häufig gebrauchten althochdeutschen Wort „bur“ mit der Bedeutung „Haus“ abgeleitet. Die Häufung des Ortsnamens Beuern, Beuren oder Baiern veranlasste im Mittelalter vornehmlich kirchliche Stellen, den Kirchenpatron voranzustellen, um die Orte besser unterscheiden zu können. Der Weiler Jakobsbaiern war somit Namensgeber für die gesamte Gemeinde.

Von den ersten Menschen zeugen Werkzeugfunde im Moorgebiet des Glonntals. Ein Steinbeil ist der Jungsteinzeit zuzuordnen, ein Randleistenbeil der Bronzezeit. Die kriegerischen Kelten hinterließen nur den Namen für das Flüsschen Glonn, das einige mit „die Klare“, Keltenforscher aber mit „Tal“ übersetzten.

Bereits 776/778 wird eine neuerbaute Kirche in „Perhhanga“ (Berganger, ursprünglich Birkenanger) dem Bischof Aribo von Freising geschenkt. Weil das Kirchlein zu klein wurde, errichteten die Bergangerer 1489 einen gotischen Tuffquaderbau mit Netzgewölbe. 1895 hielt die Neugotik Einzug und veränderte auch die Turmspitze.

846 erscheint in den Freisinger Traditionen erstmals der Ort „Puurron“. Weil es so viele gleichnamige Orte gab, wurde 926/37 daraus „Hangentinpurun“ (Baiern am Hang). 1294 wird erstmals von einer Kirche berichtet, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts baufällig und 1908 abgebrochen wurde. Nur der erst 1878 neu erbaute Turm blieb stehen und dürfte damit eine bayerische Rarität sein.

Platz für eine größere Kirche bot das nahe gelegene Antholing. Was die 500-Seelen-Pfarrgemeinde ab 1908 dort schuf, ist besonders hervorzuheben: Ein weithin sichtbares Gotteshaus, das Kenner sowohl von der Architektur wie auch von der Innenausstattung als gelungenste Neubarockkirche des Erzbistums loben.

Versteckt in den Wäldern künden eigenartige Wälle von unsicheren Zeiten. Drei Fliehburgen auf Bergspornen mit Halsgräben und palisadengekrönten Wällen schützten im Mittelalter (hoffentlich) Menschen, Vieh und Getreide vor den beutegierigen Reiterhorden aus dem Osten.

Nach der Säkularisation konnten viele Bauern ihre Höfe aus ehemaligem kirchlichem Besitz erwerben. Vier Bauern kauften dazu noch ihre Kirche. So blieb ein barockes Kleinod in Weiterskirchen der Nachwelt erhalten.

In Berganger ziert eine außergewöhnliche Uhr mit Schlagwerk die Fassade des Mittermaierhofes. Sie wurde 1591 von den auf einer Wallfahrt befindlichen Herzögen Wilhelm V. und Maximilian I. zum Dank für die Gastfreundschaft gestiftet.

Die Schweden- und die Frauenbründlkapelle sind Relikte des Dreißigjährigen Krieges und wurden von den Bergangerern zum Dank erreichtet, weil sie vom Krieg und vor der Pest verschont blieben.

Gründungsurkunde der Gemeinde Baiern von 1810 

In einer Urkunde das Jahres 1810 werden die 33 Einöden, Weiler und Dörfer erstmals zum Steuerdistrikt „Bayern in Altbaiern“ (Schreibweise heute genau umgekehrt) zusammengefasst. Die Gebietsreform bescherte der Gemeinde Baiern einen Platz in der Verwaltungsgemeinschaft Glonn. Die Bairer konnten damit zum größten Teil ihrer Selbstständigkeit bewahren.

Etliche Bauernhöfe der Gemeinde werden bereits im herzoglichen Steuerbuch von 1417 erwähnt. 600 Jahre hatte sich die Gemeinde kaum verändert. Die Nachkriegszeit brachte einen Wandel in der Landwirtschaft und damit eine Veränderung der harmonisch strukturierten Voralpenlandschaft. Wesentlichere Auswirkungen - auch auf das soziale Gefüge der Gemeinde Baiern - hatte jedoch die Ausweisung von Baugebieten in Antholing und Berganger. Hier entstanden nach dem Einheimischenmodell knapp 100 vom alpenländischen Stil geprägte Einfamilienhäuser.

Das Bairer Wappen

Die von der Generaldirektion der staatlichen Archive 1970 genehmigte Wappenbeschreibung lautet:

„Über von Blau und Silber gespaltenem Dreiberg, gespalten von Silber und Blau, vorne übereinander zwei rote Rosen, hinten ein goldener Birkenzweig mit zwei Blättern.“

Der Dreiberg symbolisiert die hügelige Lage der Gemeinde in der nacheiszeitlichen Moränenlandschaft; die heraldischen Rosen stammen aus dem Wappen des Klosters Weihenstephan, das bis zur Säkularisation größter Grundbesitzer in der Gemeinde war; der Birkenzweig verweist auf Berganger, den ältesten Ort der Gemeinde, der ursprünglich Birkenanger hieß.

Baiern in Bayern - ein Heimatbuch

Im Jahr 2014 erschien die Bairer Heimatchronik „Baiern in Bayern“. Diese kann nach wie vor im Rathaus Kulbing zum Preis von 60 EUR erworben werden. 

Termine

9. Feb 2026 · 19:00 - 21:30
Gemeinderatssitzung
Rathaus Kulbing
10. Feb 2026 · 19:30 - 20:30
Eucharistische Anbetung
Kirche Berganger
11. Feb 2026 · 19:30 - 22:00
Frauenstammtisch
Gemeindesaal Berganger
12. Feb 2026
Ewige Anbetung
Antholing
24. Feb 2026 · 05:45
Morgenlob
Piusheim
25. Feb 2026 · 19:30 - 21:30
Jagdversammlung
Wirt in Netterndorf
26. Feb 2026 · 19:00 - 21:00
Informationsveranstaltungen für Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer
Wirt in Netterndorf

Informationsveranstaltungen für Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer

26. Feb 2026 · 19:00 - 21:00

Im Februar/März 2026 veranstaltet die WBV Ebersberg/München-Ost in Zusammenarbeit mit
dem Forstrevier Niederseeon wieder ihre jährlichen Informationsveranstaltungen für
Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer. Auch diesmal gibt es wieder neueste Nachrichten zu
vielen interessanten Themen:
Es wird einen Schwerpunkt auf Plenterwaldbewirtschaftung geben. Was versteht man
darunter, wo kann man es sehen und was sind die Voraussetzungen. Dabei gehen wir auch auf
die Waldbewirtschaftung im Zwiespalt der unterschiedlichen Interessen ein.
Wirtschaftlichkeit ist uns wichtig, aber vieles andere auch. Wie geht das zusammen. Passend
dazu werfen wir einen Blick auf die Forstpolitik und versuchen tagesaktuell zu informieren,
mittlerweile eine echte Herausforderung! Wir erklären und klären Fragen zur Digitalisierung
Forstförderung 2.0. Was man braucht, wo es hakt und wie man alles nacheinander
abwickelt. Über bayerische Grenzen hinaus blicken wir heuer nach Schleswig-Holstein, das
uns geologisch sehr viel näher ist als wir denken.
Den Trubel um das neue Jagdgesetz beantworten wir mit einem konkreten Praxisbericht:
Waldbesitz und Jagd: wie kann die Zusammenarbeit im Wald praktisch aussehen.
Wie immer hören Sie alles zum Holzmarkt aktuell. Und die landwirtschaftliche
Berufsgenossenschaft ist vor Ort dabei und berichtet unter anderem aus dem aktuellen
Unfallgeschehen.
Die Termine finden statt am:
Dienstag, den 10. Februar 2026 um 13:00 Uhr beim Neuwirt in Zorneding
Hier ist erfahrungsgemäß oft noch viel Platz frei!
Mittwoch, den 11. Februar 2026 um 13:00 Uhr in der Sportgaststätte in Oberpframmern
Hier ist mehr Platz, wegen regulärer Abendöffnung haben wir die ganze Gaststätte
Dienstag, den 24. Februar 2026 um 13:00 Uhr im Cafe Schwaiger in Glonn
Donnerstag, den 26. Februar 2026 um 19:00 in der Gaststätte in Netterndorf
Das ist ein neuer Abendtermin auf Wunsch aus der Gemeinde Baiern
Donnerstag, den 05. März 2026 um 19:00 Uhr beim Hamberger in Eglharting
Abendtermin! (wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass sich Abendtermine für
Gastwirtschaften nur lohnen, wenn fleißig gegessen wird. Also kommen Sie doch ein
Stündchen früher – man isst sehr gut beim Hamberger und in Netterndorf!)
Bitte geben Sie die Termine an alle Interessierten weiter!

27. Feb 2026 · 19:30 - 21:30
Dorf-Vereinsschießen
Berganger

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