Gemeinde Baiern im Voralpenland

Müllgebührenerhöhung & Abfalltrennung

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

in der Gemeinderatssitzung am 10.11.2025 wurde über die Anpassung der Müllgebühren für die Rest- und Biomüllabfuhr beraten und anschließend beschlossen.

Laut gesetzlicher Vorgabe müssen die Müllgebühren die betriebswirtschaftlich relevanten Kosten decken. Die dafür kalkulierten Gebühren sind so festzulegen, dass sie den tatsächlichen Bedarf abdecken, ohne auf Steuergelder zurückzugreifen. Die zu erwartenden Einnahmen aus den Gebühren fließen dabei in die Kalkulation ein und bilden die Grundlage für die Gebührenerhebung. Entsprechend den Vorgaben des Kommunalabgabengesetzes (KAG) wurden die Gebühren für den Zeitraum vom 01.01.2026 bis 30.12.2028 wie folgt festgesetzt:

Neue Müllgebühren für Rest- und Biomüllabfuhr:

Restmülltonne + Bio-Tonne:

    • 80 Liter:  363,00 €
    • 120 Liter:  545,00 €
    • 240 Liter:  1.089,00 €
    • 1.100 Liter:   4.993,00 €

 

Restmülltonne für Eigenkompostierer:

    • 80 Liter: 323,00 €
    • 120 Liter:  485,00 €
    • 240 Liter:   970,00 €
    • 1.100 Liter:  4.444,00 €

 

Gründe für die gestiegenen Gebühren:
Die erheblichen Gebührenerhöhungen ergeben sich aus mehreren Faktoren:

  • Steigerung der Entsorgungsumlage: Die Umlage, die an den Landkreis gezahlt wird, stieg von 254,00 € auf 524,00 € pro Tonne Restmüll. Diese Erhöhung ist auf steigende Logistik-, Fuhrpark- und CO₂-Kosten sowie die Gebühren für die Müllverbrennung zurückzuführen.
  • Anstieg der Abfuhrpreise: Die Kosten für Abfuhrverträge sind ebenfalls gestiegen, entweder durch Anpassungen bestehender Verträge oder durch die Ergebnisse einer Neuausschreibung. In den Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft  Glonn führten die europaweiten Ausschreibungen zu einer Preissteigerung von rund 40 %.
  • Defizit im letzten Kalkulationszeitraum: Das Defizit aus dem vorangegangenen Zeitraum muss ebenfalls ausgeglichen werden.

 

In den Gebühren enthaltene Leistungen:

Die genannten Gebühren decken neben der Abholung von Rest- und Biomüll auch folgende Abfallarten und -dienstleistungen ab:

  • Gartenabfälle und deren Sammlung
  • Elektroschrott
  • Problemabfälle
  • Altpapier, Batterien, Alteisenschrott
  • Gasentladungslampen und Energiesparlampen
  • Alt-Deponien und Altlasten
  • Betrieb der Wertstoffhöfe
  • Verwaltungskosten

Ein detaillierter Bericht zur Berechnung der Müllgebühren kann in der Gemeinde Baiern zu den üblichen Geschäftszeiten eingesehen werden.

Zukunft der Abfallwirtschaft im Landkreis:

Die Problematik steigender Entsorgungskosten betrifft nicht nur die Gemeinde Baiern, sondern den gesamten Landkreis Ebersberg. Aus diesem Grund wurde auf Landkreisebene eine Arbeitsgruppe gegründet, bestehend aus Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sowie Fachleuten, um Lösungsansätze zu entwickeln, wie die Kosten der Abfallentsorgung zukünftig gesenkt oder zumindest stabil gehalten werden können.

Aktuell wird darüber diskutiert, bestimmte Abfallthemen wieder an den Landkreis zurückzugeben. Dies könnte zu besseren Konditionen durch landkreisweite Ausschreibungen führen.

Ein erster Schritt in diese Richtung wurde bereits unternommen: Ab dem 01.01.2026 wird die Abfallwirtschaft an die neu gegründete landkreiseigene Gesellschaft AVIVE übergeben. Diese wird als Kommunalunternehmen organisiert, was eine höhere Flexibilität und Effizienz bei der Abfallwirtschaft verspricht.

Die Organisation der Abfallwirtschaft in Form eines Kommunalunternehmens ist ein wichtiger Schritt, um die Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit der kommunalen Abfallwirtschaft dauerhaft zu sichern.

Durch die rechtliche und finanzielle Verselbstständigung werden Einnahmen und Ausgaben aus dem Kreishaushalt herausgelöst. Dadurch entstehen eine klare Kostentransparenz und eine effizientere Steuerung der abfallwirtschaftlichen Aufgaben. Gleichzeitig kann das zukünftige Kommunalunternehmen flexibler und schneller auf technische, ökologische und wirtschaftliche Veränderungen reagieren, da bürokratische Abläufe reduziert werden.

Die gewählte Rechtsform schafft zudem stabile und flexible Strukturen, um auch bei einer möglichen Rückdelegation abfallwirtschaftlicher Aufgaben von den Gemeinden an den Landkreis eine verlässliche und leistungsfähige Aufgabenerfüllung sicherzustellen.

Der Verwaltungsrat als spezialisiertes Gremium sorgt für eine klare strategische Ausrichtung und stärkt die unternehmerische Verantwortung und Effizienz des Kommunalunternehmen.

Insgesamt ermöglicht das Kommunalunternehmen eine moderne, wirtschaftliche und zukunftsorientierte Organisation der Abfallwirtschaft.

Wir hoffen, dass wir Ihnen die Hintergründe der Gebührenanpassung sowie die zukünftige Ausrichtung der Abfallwirtschaft verständlich darstellen konnten. Das übergeordnete Ziel dieser Maßnahmen ist es, eine leistungsfähige und kostengünstige Abfallentsorgung zu gewährleisten, die den Bedürfnissen der Bürger gerecht wird.

Termine

9. Feb 2026 · 19:00 - 21:30
Gemeinderatssitzung
Rathaus Kulbing
10. Feb 2026 · 19:30 - 20:30
Eucharistische Anbetung
Kirche Berganger
11. Feb 2026 · 19:30 - 22:00
Frauenstammtisch
Gemeindesaal Berganger
12. Feb 2026
Ewige Anbetung
Antholing
24. Feb 2026 · 05:45
Morgenlob
Piusheim
25. Feb 2026 · 19:30 - 21:30
Jagdversammlung
Wirt in Netterndorf
26. Feb 2026 · 19:00 - 21:00
Informationsveranstaltungen für Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer
Wirt in Netterndorf

Informationsveranstaltungen für Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer

26. Feb 2026 · 19:00 - 21:00

Im Februar/März 2026 veranstaltet die WBV Ebersberg/München-Ost in Zusammenarbeit mit
dem Forstrevier Niederseeon wieder ihre jährlichen Informationsveranstaltungen für
Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer. Auch diesmal gibt es wieder neueste Nachrichten zu
vielen interessanten Themen:
Es wird einen Schwerpunkt auf Plenterwaldbewirtschaftung geben. Was versteht man
darunter, wo kann man es sehen und was sind die Voraussetzungen. Dabei gehen wir auch auf
die Waldbewirtschaftung im Zwiespalt der unterschiedlichen Interessen ein.
Wirtschaftlichkeit ist uns wichtig, aber vieles andere auch. Wie geht das zusammen. Passend
dazu werfen wir einen Blick auf die Forstpolitik und versuchen tagesaktuell zu informieren,
mittlerweile eine echte Herausforderung! Wir erklären und klären Fragen zur Digitalisierung
Forstförderung 2.0. Was man braucht, wo es hakt und wie man alles nacheinander
abwickelt. Über bayerische Grenzen hinaus blicken wir heuer nach Schleswig-Holstein, das
uns geologisch sehr viel näher ist als wir denken.
Den Trubel um das neue Jagdgesetz beantworten wir mit einem konkreten Praxisbericht:
Waldbesitz und Jagd: wie kann die Zusammenarbeit im Wald praktisch aussehen.
Wie immer hören Sie alles zum Holzmarkt aktuell. Und die landwirtschaftliche
Berufsgenossenschaft ist vor Ort dabei und berichtet unter anderem aus dem aktuellen
Unfallgeschehen.
Die Termine finden statt am:
Dienstag, den 10. Februar 2026 um 13:00 Uhr beim Neuwirt in Zorneding
Hier ist erfahrungsgemäß oft noch viel Platz frei!
Mittwoch, den 11. Februar 2026 um 13:00 Uhr in der Sportgaststätte in Oberpframmern
Hier ist mehr Platz, wegen regulärer Abendöffnung haben wir die ganze Gaststätte
Dienstag, den 24. Februar 2026 um 13:00 Uhr im Cafe Schwaiger in Glonn
Donnerstag, den 26. Februar 2026 um 19:00 in der Gaststätte in Netterndorf
Das ist ein neuer Abendtermin auf Wunsch aus der Gemeinde Baiern
Donnerstag, den 05. März 2026 um 19:00 Uhr beim Hamberger in Eglharting
Abendtermin! (wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass sich Abendtermine für
Gastwirtschaften nur lohnen, wenn fleißig gegessen wird. Also kommen Sie doch ein
Stündchen früher – man isst sehr gut beim Hamberger und in Netterndorf!)
Bitte geben Sie die Termine an alle Interessierten weiter!

27. Feb 2026 · 19:30 - 21:30
Dorf-Vereinsschießen
Berganger

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